Dommuseum (Florenz)

 


Das Dom-Museum in Florenz gehört zu den interessantesten Museen in ganz Italien. In dem Gebäude hinter der weltbekannten Kathedrale sind vor allem Gegenstände aus dem Dom von Florenz ausgestellt. Dazu gehören zum Beispiel Statuen (unter anderem von Michelangelo) sowie die weltbekannte goldene Tür (Paradiespforte) und der Silberaltar des Baptisteriums.  Im 2. Stock der Ausstellung sind einige Maschinen von Brunelleschi zu sehen, mit den er im 15. Jahrhundert das Wunder von Florenz, die Domkuppel, baute. In dem Gebäude des heutigen Museums fertigte Michelangelo die berühmteste Statue der Welt, den David.

Lage Museo del Duomo Florenz

Das Museum ist einfach zu finden, es ist auf dem Domplatz auf der Rückseite der Kirche im Zentrum, man geht einfach um die Kathedrale herum. Mit dem Auto kommt man schlecht hin, da die Gegend weitgehend Fußgängerzone ist. Fast alle Besucher kommen zu Fuß, die Innenstadt von Florenz ist nicht allzu groß.

Eintrittspreise Dommuseum Florenz 2017

Unseres Wissens gibt es nur ein Tickets für alle Sehenswürdigkeiten rund um den Dom von Florenz. Dazu gehört der Dom mit Krypta, das Baptisterium, der Gang auf den Glockenturm, der Aufstieg auf die Kuppel und das hier beschriebene das Museum des Doms. Diese Eintrittskarte für alle Sehenswürdigkeiten zusammen kostete bei unserem Besuch 15 Euro für Erwachsene (Sommer 2017). Das gemeinsame Dom-Ticket heißt auf Italienisch "Biglietto Unico" ist unseres Wissens für 2 Tage gültig, man muss alles nicht alle Dom-Attraktionen an einem Tag anschauen. Die Eintrittskarten für den Dom in Florenz gibt es im Dommuseum. Im Dom, am Eingang der Brunelleschi-Kuppel usw. werden keine Eintrittskarten verkauft.

Wichtig: Extrem lange Warteschlangen am Dom

Man muss am Dom nicht selten stundenlang anstehen. Dies gilt besonders für den Gang auf die berühmte Kuppel. Einige Stunden eines wertvollen Urlaubstags in einer Warteschlange zu verbringen, ist extrem ärgerlich. Wir empfehlen deshalb das Buchen einer Tour auf die Domkuppel von Florenz im Internet. Man kann solche Touren auf dieser deutschsprachigen Webseite in Ruhe zu Hause online buchen.

Öffnungszeiten Dommuseum 2017

Das Museum des Doms ist täglich von 9 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.

Nicht alle Sehenswürdigkeiten rund um den Dom haben so lange Öffnungszeiten. An der Kasse im Dom-Museum gibt es eine Hinweistafel mit den Öffnungszeiten aller Attraktionen für die nächsten Tage auf Englisch. Vorsicht: Mit "Dome" ist die Kuppel gemeint, mit "Cathedral" das Innere der Kirche.

Was gibt es in dem Museum der Kathedrale von Florenz zu sehen?

Sehr viel!  Besonders ab dem 19. Jahrhundert wurden mehr und mehr Kunstwerke aus dem Dom ins Dommuseum gebraucht. Das Museum wurde vor einigen Jahren grundlegend renoviert. Der Umbau inklusive Vergrößerung des Dom-Museums soll über 40 Millionen Euro gekostet haben. Die moderne Ausstellung (Wiedereröffnung war 2015) soll doppelt so groß sein als vorher und erstreckt sich auf einer Fläche von weit über 5.000 m².

In dem Museum der Kathedrale von Florenz findet man mehrere hundert Exponate, darunter einige weltberühmte und sehr interessante Gegenstände:

Das am meisten bewunderte Ausstellungsstück ist wohl die berühmte Paradiestür oder Paradiespforte von Lorenzo Ghiberti aus dem 15. Jahrhundert im Erdschoss. Auf der goldenen Tür sind 10 Szenen aus dem Alten Testament dargestellt.

Die Tür gehört eigentlich als Eingangstür zum Baptisterium (Taufkapelle) der Kathedrale von Florenz. Sie ist nun im Museum des Doms, an der 100 Meter entfernten Kapelle auf dem Domplatz ist eine Kopie des eindrucksvollen Kunstwerks Paradies-Pforte (Bild oben). Die Tür gehört zu den wichtigsten Kunstwerken der Renaissance weltweit. Beeindruckend ist, dass Lorenzo Ghiberti die Figuren in den Bildern dreidimensional darstellte. Er erkannte vielleicht als ersten Mensch die mathematischen Regeln der räumlichen Darstellung. Selbst Michelangelo soll die Tür, die auf Italienisch "Porta del Paradiso" heißt, schwer beeindruckt haben.

Ein weiteres absolutes Highlight im Dommuseum zu Florenz ist die berühmte Skulptur "Pieta" von Michelangelo aus Marmor, die er erst kurz vor seinem Tod fertigte. Pieta gefiel Michelangelo wegen der niedrigen Qualität des Marmors nicht. Er zerstörte die Plastik mit einem Hammer. Die Einzelteile wurden später wieder zusammengefügt.

Vorsicht: Es gibt zwei Skulpturen von Michelangelo mit dem Namen "Pieta". Neben der Pieta von Florenz gibt es auch die römische Pieta, auch vatikanische Pieta genannt. Der Begriff "Pieta" ist in der Kunst die Darstellung von Maria mit dem toten Jesus nach der Kreuzigung. Die Pieta in dem Museum in Florenz stellt die Bibel-Figuren der Neuen Testaments (Johannesevangelium) Maria, Maria Magdalena und den toten Jesus dar, die von Nikodemus gehalten werden. Michelangelo hat sich jedoch einen Spaß einfallen lassen: Er gab der Bibelfigur Nikodemus sein Gesicht. Es ist das einzige Selbstporträt von Michelangelo. Er hat die Pieta in einem sehr hohen Alter gefertigt (über 80 Jahre). Vielleicht wusste er, dass es sein letztes großes Kunstwerkt ist und er könnte sich deshalb diesen kleinen Witz. Im neuen Dommuseum ist die Pieta in einem eigenen Raum untergebracht, sie steht auf einem Sockel und ist toll beleuchtet. Gegenüber gibt es Bänke, auf der man sich hinsetzten kann und Michelangelos Pieta in Ruhe betrachten kann.

In dem heutigen Museum war früher übrigens eine Werkstatt (Dombauhütte). Hier fertigte Michelangelo seine Marmorfigur "David", die wohl berühmteste Skulptur der Welt. Michelangelos David steht heute in dem Museum der Accademia Florenz, wenige hundert Meter von der Domkirche entfernt.

Ein weiteres tolles Exponat ist der grandiose Silberalter aus dem Baptisterium (frühe Renaissance) aus mehreren hundert Kilogramm reinem Silber im 1. Stock der Ausstellung - wunderschöne Verzierungen und ähnliches. Auch der viele Goldschmuck und Silberschmuck aus dem Domschatz gefallen den Museumsbesuchern des Kirchenmuseums.

Weltberühmt ist die Figur aus Holz "Maria Magdalena" von Donadello (um 1450). Sie zeigt die Bibel-Figur Maria Magdalena als ehemalige Prostituierte verarmt in Lumpen mit Narben im Gesicht. Die realistische Darstellung gilt als eines der besten Werke von Donadello und ist typisch für die Renaissance.

Es ist eines der ganz wenigen Kunstwerke im Museum, welches man nur hinter einer Glasscheibe anschauen kann. Ebenfalls weit über Florenz hinaus bekannt ist die Statue aus Marmor im Erdgeschloß des Kathedralenmusuems, welche den Evangelisten Johannes darstellt (Künstler ebenfalls Donadello um 1415)

Leicht übersehen, da in einigen Meter Höhe, kann man die Sängerkanzel von Luca della Robbia (1432 bis 1435, englisch "singing gallery"). Sie gehört ebenso wie die Skulptur Madonna mit den Glasaugen (1310) von Arnolfo di Cambio zu den weltberühmten Kunstwerken im Dom-Museum Firenze.

Dazu sieht man in dem Kathedralenmuseum Florenz Teile der alten Fassade des Doms, welche Ende des 16. Jahrhundert von der Kirche entfernt wurde. Dazu zählen viele Skulpturen, die sehr alt sind. Sie sind unter anderem von dem berühmten Bildhauer Arnolfo di Cambio (um das Jahr 1300). Später wurde an der Kirche die heutige, wunderschöne Marmorfassade angebracht. Interessant sind auch die verschiedenen Entwürfe der neuen Domfassade von verschiedenen mehr oder weniger bekannten Architekten im oberen Stockwerk.

Man kann auch einige Geräte und Erfindungen von Brunelleschi bewundern, Mit deren Hilfe hat er das große Wunder von Florenz, die gigantische Kuppel auf dem Dom, gebaut. Auch der Entwurf (Modell) der Kuppel von Brunelleschi ist ausgestellt.

Insgesamt sind im Dommuseum mehr als 700 Gegenstände in über 20 Zimmer ausgestellt. Es gehört zu den ganz großen Museum zum Thema Renaissance auf der Welt. Wer vor einigen Jahren schon einmal im "Museo del Duomo Firenze" war wird staunen: Das Dommuseum ist nun etwa doppelt so groß und sehr modern - der Umbau  etwa von 2012 bis 2015 soll über 40 Millionen Euro gekostet haben.

Der Name des Museums der Kathedrale

Auf Italienisch heißt das Museum der Kathedrale von Florenz offiziell "Museo dell'Opera del Duomo". Opera heißt in diesem Zusammenhang nicht Oper, wie viele deutsche Besucher meinen, sondern Arbeit. Also etwa übersetzt "Museum der Arbeiten am Dom" oder ähnliches. Auf Englisch gibt es eine häufige Übersetzung: "Museum of the Works of the Cathedral".

Nicht selten wird Dommuseum von Florenz auch auf Italienisch einfacher als "Museo del Duomo" oder in Englisch "Museum of Florence's Dome" bezeichnet. Auf Deutsch hört man seltener "Kathedralen-Museum Florenz". Wie auch immer, gemeint ist immer dieselbe Ausstellung.

Es sind noch längere Namen für das Museum der großen Kirche von Florenz denkbar, möglich wäre zum Beispiel: "Museo dell'Opera del Duomo di Santa Maria del Fiore Firenze".

Weitere Informtionen zum Musuem Dom Florenz

Es gibt in jedem Stockwerk Toiletten. Diese sind sauber und modern.

Im 3. Stock gibt es eine Aussichtsplattform. Hier kann man sich in die Sonne setzten und den Blick auf die Domkuppel von Florenz geniessen.

Alle Stockwerke sind auch mit dem Aufzug erreichbar. Auch hier gilt: Top-moderne, sehr große Auszüge und breite Treppen.

Neben dem Eingang gibt es eine Garderobe. Man kann dort Taschen, Rucksäcke usw. abgeben. Größere Taschen kann man auch nicht ins Museum, in die Kathedrale usw. mitnehmen.

Wie in Museen heutzutage üblich, wird man nach dem Ausgang durch einen Raum geleitet, in dem man Souvenirs und Bücher kaufen kann. Gut gefallen hat uns das Buch über das Museum "Museo dell'Opera del Duomo". Dies gibt es in verschiedenen Sprachen (auch auf Deutsch). Es liegt direkt an der Kasse und kostet 15 Euro (Stand November 2017). Den Museumsshop kann man auch ohne Eintritt zu bezahlen besuchen. Es gibt auch Schmuck, Uhren, T-Shirts, Postkarte und vieles mehr.

Im Museum direkt gibt es kein Cafe, das Museumscafe ist vor der Eingang. Es ist also für Museumsbesucher nur vor oder nach (nicht währnd) dem Museumsbesuch zugänglich. Es ist also auch ohne Eintrittskarte zugänglich. Für die teure Gegend um den Dom von Florenz ist das Cafe sehr günstig. Ein Espresso kostet 1 Euro, Cappuccino 1,20 Euro, kleine, gefüllte Croissants 80 Cent bis 1,50 Euro, belegte Brote u.ä. ab 2 Euro.

Stadtplan mit dem Dom-Museum


Die Ausstellung ist auf dem die Kirche umgebenenden Domplatz auf der Rückseite der berühmten Kathedrale.



 

 

 




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